Der Herbst ist da und mit ihm der Erntedank

„Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig; es hat sich eigentlich gar nichts geändert – und doch alles.“

Kurt Tucholsky

Am 22. September war Tag-und-Nacht-Gleiche. Die Tage werden wieder kürzer, die Natur beginnt sich zurückzuziehen und sich für den Winter vorzubereiten. Nicht alles schläft, doch es sollte auch für uns, wie in der Natur eine ruhigere Zeit anbrechen. Die Zeit des Rückzugs, der Innenschau und der Regeneration um sich im Frühjahr wieder gestärkt und ausgeruht ins pralle Leben zu schmeißen. Die Jahreszeiten sind ein wunderbar natürlicher Barometer auch mal innezuhalten, über Gewesenes zu reflektieren und Pläne für eine neue Saison zu schmieden.


Doch jetzt zwischen der Tag-und-Nacht-Gleiche und Ende Oktober ist die Zeit für all die Köstlichkeiten zu danken, die wir im Laufe des Jahres zu uns genommen haben und nun auch für den Winter einlagern. Da sind die vielen Menschen, die den Boden bestellt, Pflanzen gesät, gepflegt und geerntet haben, damit wir uns an einem reich gedeckten Tisch mit gesunden Lebensmitteln wie Gemüse, Früchten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Getreidesorten und vielem mehr stärken können. Mutter Erde, die mit ihren vielen Mikroorganismen und Nährstoffen die Grundlage dafür bereitstellt; die Sonne, der Regen, die die Pflanzen wachsen und gedeihen lassen und auch unsere Köche, die aus diesen Gaben der Natur köstliche Mahlzeiten zaubern. Wer auf dem Feld war weiß, wieviel Arbeit in einer einzelnen Karotte steckt. Was es heißt für 200 Menschen köstliche Gerichte zu zaubern, wissen alle, die unseren Köchen schon einmal tatkräftig zur Seite gestanden haben.

Also lasst uns feiernd DANKE sagen, sowohl den Menschen als auch der Natur, die sich uns verschenkt ohne wirklich etwas von uns zu fordern, außer Dank und Respekt.

Ein lieber Dankesgruß von Galina aus Südamerika

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