Togo

Mittagessen to go – geht das nachhaltig?

Normalerweise wünschen wir uns einen engen Kontakt zu unseren Mitmenschen, beim gemeinsamen Mittagessen, in Gesprächen und bei ausgelassenen Musik-Sessions. All das ist momentan nicht möglich. Damit müssen wir einen Umgang finden, denn unser Tatendrang ist ungebrochen! Wir wollen diese Zeit daher so sinnvoll nutzen wie nur irgend möglich, weiterhin für andere da sein und wirksam werden. Und wir wollen einen allzu großen wirtschaftlichen Schaden für die Kulturküche vermeiden. Wir haben laufende Kosten, die weiterhin bezahlt werden müssen. Monat für Monat. 

Brotsuppe

Kein Brot für die Tonne!

Die Fasanenbrot Bäckerei aus Stutensee schenkt uns sehr viel Brot vom Vortag, das wir kostenlos an unsere Gäste weitergeben. Manchmal bleibt davon etwas übrig. Unsere Küchen-Jungs würfeln es gern und geben es angeröstet zur Suppe oder legen es in die Tiefkühltruhe für Zeiten mit Brotknappheit. Wir in der Kulturküche haben das Ziel, wirklich NICHTS zu verschwenden, ja, echt zero waste! Ambitioniert, aber machbar.

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In Zeiten von Corona müssen wir Alle neue Wege einschlagen – warum also nicht auch Unkraut jäten?

Der gesellige Mittagstisch im alten Seilerhäuschen fehlt uns allen mächtig. Dass wir nicht kochen und bewirten können, trifft aber auch unsere Lieferanten und Partner hart. Kurzfristig fallen unsere Bestellungen flach, aber: Das Arbeitsjahr der Landwirte lässt sich nicht anpassen an die neue Situation. Was auf den Feldern wächst, muss geerntet werden. So richtig arbeitsintensiv wird es bei den lokalen Obst- und Gemüseanbau-Betrieben im Lauf des April.

Alles Gruen Blog

Alles grün, oder was? – Nachhaltigkeit in der Kulturküche

Ökologisch gerecht zu leben und zu handeln, ist in der Kulturküche oberstes Gebot. Wir wollen, dass unser Fußabdruck auf dieser Erde maximal so groß ist, dass er auch unseren Kindern und deren Kindern genug Platz zum Leben und gesunde Luft zum Atmen lässt. Dafür, so glauben wir, lohnt sich so manche Anstrengung. Im laufenden Gastronomiebetrieb und im Rahmen unserer sozialen und kulturellen Veranstaltungen wird oft von heute auf morgen gedacht, Dinge schnell und flexibel in die Tat umgesetzt. Wie viel Zeit zum Hinterfragen wir uns nehmen, müssen wir im Team aushandeln. Jeden Tag neu.

Deshalb sind ein paar von uns ganz bewusst in die Rolle der „Nachhaltigkeits-Apostel“ geschlüpft. Und kümmern sich darum, die kleinen und großen Baustellen zu bearbeiten, die dann entstehen, wenn unsere Philosophie auf ihre alltägliche Umsetzung trifft. Daran wollen wir Euch in diesem Blog teilhaben lassen. Denn wer weiß: Vielleicht ist ja für den ein oder anderen Leser ein Gedanke dabei, der bei ihm oder ihr selbst etwas verändert. Vielleicht habt Ihr aber auch Erfahrungswerte oder clevere Lösungen, die uns helfen, noch nachhaltiger zu werden. Dann lasst uns das unbedingt wissen! Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch!

Euer Nachhaltigkeitsteam

Galina, Julija, Nadine, Sandra und Steffi