Unsichtbare Barrieren sichtbar machen

Mann mit Blindenstock auf Marktplatz

© Kulturküche

Protestaktion zum 5. Mai

Viele Barrieren im öffentlichen Raum fallen Menschen ohne Behinderung kaum auf. Fehlende Leitsysteme, schlechte Kontraste oder schwer zugängliche Informationen können für Menschen mit Sehbehinderung aber darüber entscheiden, ob sie sich selbstständig und sicher durch die Stadt bewegen können.

Mit unserem Projekt wollen wir genau dafür sensibilisieren – und zwar nicht nur theoretisch.

Bei unserer Protestaktion vor dem Karlsruher Rathaus können Passant:innen mit Simulationsbrillen und Blindenstock selbst ausprobieren, wie sich unterschiedliche Sehbeeinträchtigungen auf die Orientierung im öffentlichen Raum auswirken. Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Austausch mit Menschen, die diese Barrieren aus ihrem eigenen Alltag kennen. Lisa Zingraff begleitet die Aktion als Expertin in eigener Sache. Sie lebt seit ihrer Geburt mit einer Sehbeeinträchtigung und macht auf Barrieren aufmerksam, die für viele andere Menschen unsichtbar bleiben.

Barrierefreiheit geht uns alle an

Unser Ziel ist nicht nur, auf Probleme aufmerksam zu machen. Wir wollen gemeinsam darüber sprechen, wie Karlsruhe barrierefreier werden kann.

Dazu gehören bessere taktile Leitsysteme und Kontraste, barrierefrei zugängliche Informationen – und vor allem die verbindliche Beteiligung von Menschen mit Behinderung, wenn öffentliche Räume geplant und Entscheidungen getroffen werden.

Denn Menschen mit Behinderung wissen selbst am besten, welche Barrieren ihnen im Alltag begegnen.

Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

Das Projekt findet im Rahmen des Protesttags zum 5. Mai statt und wird von Aktion Mensch gefördert. Die Protestaktion findet am 6. Mai ab 15 Uhr vor dem Karlsruher Rathaus statt.